Projekt der Evangelisch - Lutherischen
Kirchgemeinde Ruhla (Thüringen)

 
Gast aus Ruanda

Ruhlaer Eine-Welt-Kreis unterstützt Kinder und Jugendprojekt

v.r.n.l./left to right: Mrs. Hunstock, Mr. Anderson, Dr. Karangwa, Pastor ReutherJüngst besuchte Dr. Evariste Karangwa, Chef der Abteilung Sonderpädagogik beim Bildungsinstitut in Kigali (Ruanda), die evangelische Kirchgemeinde in Ruhla. Er war einer Einladung des ökumenischen Eine-Welt-Kreises im Erbstromtal gefolgt, der seit 2005 Projekte des ruandischen Vereins ASSIST-RUANDA unterstützt.

Dr. Evariste Karangwa, Berater bei ASSIST, nahm an einer Tagung in den Niederlanden teil und nutzte ein freies Wochenende, um sich mit Mitgliedern des Eine-Welt-Kreises über die laufenden Projekte zu unterhalten und über weitere Schritte zu beraten. Denn die Lebenssituation junger Menschen in Ruanda bleibt angespannt, und das Land braucht engagierte Unterstützung auch aus Deutschland.

Im Jahr 2007 begann der Verein ASSIST in Kooperation mit dem Eine-Welt-Kreis ein Bildungs-Patenschaftsprogramm, das gut anlief, nun aber stagniert. Doch es warten noch Hunderte von Kindern und Jugendlichen auf Paten, die ihre umfassende Not lindern helfen. Durch den Völkermord aus allen sozialen Bindungen entwurzelt, kämpfen Jugendliche einen Überlebenskampf, dessen Härte man nicht einmal erahnen kann. Später geborene Kinder leiden an den Spätfolgen des Genozids, besonders durch den Verlust der Eltern bzw. Elternteile. 15 Jahre nach den Horror-Ereignissen von 1994, wo in 100 Tagen eine Million Menschen abgeschlachtet wurden, ist das Land trotz aller äußeren Fortschritte noch traumatisiert.

Neben dem Patenschaftsprogramm soll ein weiteres Projekt dazu dienen, den jungen Menschen einen Weg zurück ins Leben zu weisen: ein Kinder- und Jugendzentrum. Seit 2007 führt der Eine-Welt-Kreis eine Kampagne, um für dieses visionäre Projekt finanzielle Mittel durch Spenden und Fördermittel zu erlangen. Viele Menschen im In- und Ausland haben schon gespendet, der Afrikakreis Stendal hilft aktiv mit, der EED (Ev. Entwicklungsdienst) beteiligt sich, und Künstler unterstützen die Kampagne. Von Anfang an dabei ist auch der US-Amerikaner Randy Anderson, der in verschiedenen Kirchgemeinden in den USA das Projekt vorstellte und um Spenden bat.
Doch die Fortschritte sind klein, größere Schritte erforderlich, um dem Anliegen Rechnung zu tragen, dass die jungen Menschen die gleichen Menschenrechte genießen können, die für Deutsche beispielsweise selbstverständlich sind.

Deshalb bittet der Eine-Welt-Kreis um Unterstützung dieser konkreten Projekte. Beim 1. Mitteldeutschen Kirchentag in Weimar wird der 1Welt-Kreis am 20. September auf dem Markt der Möglichkeiten mit seinem Info- und Verkaufsstand anwesend sein. Dort können sich alle Interessierten eingehender informieren.

Im Internet gibt es dazu Informationen hier.

(aus Thüringer Allgemeine, 29.08.2009)

 
 

Dazu:

  • Pressemitteilung der Thüringer Allgemeinen (29.08.2009)
  • Dazu auch Glaube+Heimat vom 6.9.2009
  • Spendenkonto: Ev. Kirchgemeinde Ruhla, Kontonummer 2 66 36 bei Wartburg-Sparkasse, BLZ 840 550 50, Verwendungszweck "12H Ruanda"

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